Wie fing es an mit der Christlichen Vereinigung Deutscher Eisenbahner?

Nun - in einem Zug. Drei Kollegen und ein Pfarrer saßen zusammen im Abteil.

Sie standen noch ganz unter dem Eindruck einer Konferenz,die im Juli 1900 stattgefunden hatte und Motivation für die Vier gewesen war, noch viel mutiger davon zu reden, wie positiv ihr Leben durch das bewusste Gespräch mit Gott und untereinander geworden war.

Sie bedauerten sehr, dass viele Eisenbahner im Schichtdienst oftmals an sonntäglichen Gottesdiensten nicht teilnehmen konnten. "Stellt euch doch auf die Kollegen ein und arrangiert eigene Treffen", schlug der Pfarrer vor. Die Drei fanden diese Idee super.

Das war der Anfang. Daraus wurde eine eigene Vereinigung. Bereits im Jahr 1902 erschien die erste Zeitschrift. Zum 25-jährigen Bestehen hatte die Vereinigung knapp 2.000 Mitglieder, die sich in mehr als 100 örtlichen Gruppen quer durchs ganze Reich trafen. 900 Leute feierten das Jubiläum mit. In dieser Zeit waren eigene Reisesekretäre angestellt; die Zentrale befand sich in einem eigenen Haus in Eisenach. Die europäischen Kontakte führten zur Gründung der "Internationalen Eisenbahnermission".

Der Nationalsozialismus brachte einen radikalen Einschnitt: Haus und Finanzen wurden konfisziert, die Christen durften sich nicht mehr treffen. Einige Mutige starteten 1948 im Westen Deutschlands neu. Seitdem finden wieder jährliche Tagungen und örtliche Treffen statt. 1990 konnte auch auf dem Gebiet der Deutschen Reichsbahn Eisenbahnermission neu aufgebaut werden.

Die Zahl der Eisenbahner ist viel kleiner geworden, damit auch die Zahlen in der CVDE-Eisenbahnermission. Was bleibt und die Weltgeschichte überdauern wird, ist die Basis der Christen: Gott und Sein Wort.

Im Jahr 2000 durfte die CVDE ihr 100-jähriges Bestehen feiern.