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Was hat wirklich Wert?

Für viele Menschen ist in der heutigen Zeit die Arbeit das Wertvollste. "Hauptsache gesund", sagen andere.

Auch Kurt Albien aus Buchholz i. d. Nordheide, Niedersachsen, arbeitete gern und hat sich mit der Arbeit als Lokomotivführer einen Wunsch erfüllt. Der heute 79-Jährige war von 1944 bis 1995 bei der Bahn tätig. "Als ich damals in der Schule von meinem Berufswunsch erzählte, lachten mich meine Mitschüler aus. Aber ich habe es geschafft", freut er sich heute.

Als Lokführer unterwegs

Die Arbeit als Lokführer war nicht immer leicht. Schließlich mussten Zentner von Kohlen geschippt werden. Auf der Strecke von Hannover nach Hamburg waren zum Beispiel für einen schweren Güterzug 180 Zentner nötig. "Mir hat die Arbeit aber immer Spaß gemacht", erklärt Kurt Albien, der in seinen Arbeitsjahren viel erlebte. Zuerst arbeitete er auf einer Rangierlok, später im Güter- und Personenverkehr. Dabei erlebte er von der Dampflok über die Diesel- bis hin zur E-Lok und dem ICE alles mit.

Das ist sicher kein unnormaler Werdegang eines Mannes, der 1930 das Licht der Welt erblickte. Trotzdem sieht Kurt Albien in seinem Leben einen völlig anderen Wert. Er lebt mit Jesus Christus. Das heißt, er geht nicht nur jeden Sonntag in die Kirche, sondern er liest in der Bibel und fragt nach Gottes Willen für sein Leben. Davon hat der Lokomotivführer immer freimütig erzählt. "Wenn ich gefragt wurde, habe ich natürlich ehrlich geantwortet", erklärt er. Auch mit dem Wagnis, von manchen Kollegen als "verrückter Frommer" bezeichnet zu werden. Offen sagte das zwar keiner, aber hinter dem Rücken schon. Genau sein Glaube war es aber, der Kurt Albien täglich die Kraft für die Arbeit, Zeit für andere und die Möglichkeit für außergewöhnliches Handeln gab.

Schwierige Zeiten

In seinem Umkreis erlebte er zum Beispiel Kollegen, die vom Alkohol abhängig waren. Mancher versuchte mit Entzugs-Behandlungen dieses Problem zu besiegen - nicht allen ist es gelungen. "Ich nehme jeden Tag aus Gottes Hand. Das habe ich damals getan und tue es heute noch", sagt er. Dankbar ist Kurt Albien, dass ihm in all den Jahren ein schwerer Unfall erspart blieb. Trotzdem hatte er manch bleibende Erinnerung zu verarbeiten - Situationen, die schwierig waren.

Als junger Rangierer am Harburger Hafen zum Beispiel, als ein 30-jähriger Mann von der öffentlichen Straßen kam und sich direkt vor eine Rangierlok auf die Schiene legte. "Ich musste Wache halten, bis die Polizei erschien", erinnert sich Kurt Albien. Hin und wieder erhielt er die Anordnung mit 30 Stundenkilometern an einer Unfallstelle vorbei zu fahren, weil noch Untersuchungen der Polizei liefen. Auch einige seiner Kollegen wollten sich das Leben nehmen, weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht mit dem Erlebten zurechtkamen. Kurt Albien hingegen wusste, wohin er gehen konnte - er vertratue sich Gott an.

Was wirklich hält...

Es gibt Situationen im Leben, in denen man Hilfe und Halt braucht. Wenn Freunde dann nicht helfen können, ist es gut, wenn man jemanden hat, an den man sich anlehnen kann. Wer kann einen solchen Halt bieten? Insbesondere in einer Zeit, in der die Angst um Arbeitsplätze grassiert, eine Krise Banken in den Ruin treibt und Gesundheit nur zu einem hohen Preis zu haben ist? Was hat wirklichen Wert im Leben? Dinge, die nicht mit Geld zu kaufen sind. Da wären Geborgenheit, Liebe, Freundschaft und Sicherheit. Auch Menschen können uns dies geben, doch nur bis zu einem gewissen Punkt.

Kurt Albien hatte einen stärkeren Halt: Gott. Weil dieser ihm wichtig ist, gibt er auch heute einen Teil seines Einkommens nicht für sich selbst aus, sondern spendet es für christliche Gemeinschaften und Aktionen, die Gottes Wort verbreiten. In seinem Ruhestand begleitete er jährlich ein bis zwei Hilfsgütertransporte nach Rumänien. Kurt Albien ist es wichtig, dass noch viele Menschen von Gottes großer Liebe erfahren, damit sie nicht Hilfe in Alkohol und Selbstmord suchen müssen.

Denn er weiß: Gott trägt auch durch schwere Zeiten hindurch wenn man sich an Gottes Maßstäben orientiert und danach lebt.

Sieglinde Seidel, Güstrow

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Ob Sie an Gott glauben oder nicht...

... ändert nichts an SEINER Existenz. Aber vielleicht an IHRER!

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